Winterwandern in den Dolomiten – Plätzwiese & Strudelkopf, Südtirol

Eine Traumtour inmitten der Dolomiten mit besten „Drei Zinnen“- Blick. Viele denken bei „Plätzwiese“ an Menschenmassen und überlaufene Dolomitenaussichten. Zugegeben, im Sommer macht es keinen Spaß nach Prags zu fahren. Im Winter zeigt sich die Hochebene „Plätzwiese“ von ihrer ruhigen Seite. Bereits großartige Aussichten erhält man vom Parkplatz bzw. Gasthof „Plätzwiese“ bis zur Dürrenstein-Hütte. Ab der Hütte bis zum Strudelkopf („Monte Spezie“) sind im Winter Schneeschuhe sehr empfehlenswert bis notwendig (Kein Verleih an der „Plätzwiese“). 

Unsere Wanderung beginnt am Parkplatz, ca. 400 Meter vor dem Berggasthof „Plätzwiese“. Näheres zur Anreise, welche “ein wenig” komplexer ist, findet ihr weiter unten. Am Berggasthof angekommen eröffnet sich uns die Hochebene der „Plätzwiese“. Unberührter Schnee, welcher nur von kleinen Heuschobern, Fichten und Loipen unterbrochen wird. Gegenüber, von unserem breiten Almweg aus, begleitet uns die 3146 Meter hohe “Hohe Gaisl”. 

Es lohnt sich, des Öfteren mal stehen zu bleiben und dieses einzigartige Kulisse zu genießen.

Der breite Almweg ist dabei bis unmittelbar vor der Dürrenstein-Hütte eben. Nach einer guten halben Stunde erreichen wir diese. Bis hierhin ist der Weg sehr gut mit Wanderschuhen (+ Grödel / Snowlines) begehbar. 

Hier eröffnet sich uns ein weites Panorama auf die „Tofane“ und den „Monte Cristallo“ 

Wir zweigen jedoch links ab und folgen der Beschilderung zum „Strudelkopf „(„Monte Specie“). Ab hier empfiehlt sich die Schneeschuhe dabei zu haben bzw. sogar anzuziehen. 

Gleich zu unserer linken Seite können wir ein großartiges Panorama genießen. Es wird nicht das letzte sein…

Nun heißt es aber Höhenmeter machen, der Aufstieg beginnt…

Der Weg ist durchgängig mit Fußstapfen durchtreten. In diesem, vergleichsweise schneeärmeren Winter 2021/2022, ist der Weg dennoch mit Schneeschuhen um längen entspannter zu gehen als lediglich mit Wanderschuhen gewappnet. 

In einer langen rechten Kurve gewinnen wir zügig an Höhe…

Bereits hier eröffnet sich allmählich ein weiteres Dolomiten Panorama … Wir erreichen eine Anhöhe.

Dem schmalen Weg weiter folgend, erreichen wir nach einer Querung eines Hangs eine weitere Anhöhe sowie eine Gedenkstätte. Dabei eröffnet sich uns ein weiteres, grandioses Panorama auf den Alpenhauptkamm.

Wir wandern weiter aufwärts und sehen bereits das Gipfelkreuz. Am Horizont eröffnet sich uns ein weiteres, sehr bekanntes Panorama. 

Es eröffnet sich uns ein einzigartiger Blick auf die weltbekannten „Drei Zinnen“ in den parallelen „Sextener Dolomiten“. Von diesem grandiosen Aussichtspunkt sind es nur noch wenige Minuten bis zum Gipfelkreuz des „Strudelkopfes“. 

Oben erwartet uns ein wahres 360° rundum Panorama auf dem Alpenhauptkamm, den „Drei Zinnen“, die „Tofane“, „Monte Cristallo“, „Hohe Gaisl“ und weiteren bekannten Dolomitengipfeln.

Beeindruckend bei bestem Kaiserwetter…

Wir machen uns auf den Abstieg, auf denselben Weg wie den Aufstieg.

Von hier oben hat man eine grandiose Aussicht auf die „Plätzwiese“ und die majestätischen Gipfel im Hintergrund.

Ebenfalls auf die „Hohe Gaisl“… sowie den Abstiegsweg…

Nach einer großen linken Kurve haben wir die „Dürrensteinhütte“ wieder im Blick.

Es erwartet uns jedoch noch eine kleine Überraschung kurz vor der Hütte auf der linken Seite…

Eine kleine Höhle genau gegenüber der „Hohen Gaisl“.

Nach einer deftigen Einkehr auf der Dürrenstein-Hütte bei tollen Panorama geht es den breiten Almweg zurück zum Berggasthof „Plätzwiese“ und weiter zum Parkplatz. 

Dabei lohnt es sich einmal mehr sich umzuschauen und auch gerne mal umzudrehen und das Panorama zu genießen.

Sodann erreichen wir den Parkplatz unweit des Berggasthofs „Plätzwiese“. Eine traumhaft schöne Tour mit angenehmer Steigung, tollem Essen und atemberaubenden Panorama endet.

Fakten & Daten

Dauer der Tour: ca. 4 Stunden in Bewegung

Länge: 10,8 KM

Datum meiner Tour: 08.02.2022

Höhenmeter: 347 Hm

Schwierigkeit: Recht lange, aber technisch einfache Tour, kleinere Anstiege etwas anspruchsvoller. Knöchelhohe Wanderschuhe obligatorisch. Wanderstöcke vorteilhaft. Durchgängig Beschildert, Schneeschuhe ab Dürrensteinhütte sehr zu empfehlen.

Anreise

Mit dem Auto: Von der Brennerautobahn A22 Abfahrt Brixen – Pustertal kommend über die Pustertaler Staatsstrasse SS49 Richtung Bruneck & Innichen (ausgeschildert). Hinter dem Ort Welsberg am Kreisverkehr rechts Richtung Prags (ital. Braies). In Segheria am Kreisverkehr, 2. Ausfahrt Richtung Plätzwiese folgen. Freie Fahrt bis Parkplatz Brückele. Hier Parken und mit dem Bus (kostenpflichtig, SüdtirolPass gilt nicht) zur Plätzwiese oder für 10€ die Mautstraße bis zur Plätzwiese wählen. In der Mautgebühr sind die Parkkosten inbegriffen. Der letzte Abschnitt ist bei viel Schnee und Eis mit Schneeketten zu fahren. Generell sind Schneeketten an Bord auf diesem Teilstück im Winter obligatorisch. Unsicheren Autofahrern oder bei mäßig bis viel (Neu-)Schnee ist der Bus Shuttle ab Brückele sehr zu empfehlen.

Mit den Öffis: Ab Franzenfeste (Anschluss Innsbruck – Bozen) mit der Pustertalbahn bis Toblach. Von dort mit dem Bus 442 bis “Säge”. Dort Anschluss an Bus 443 bis Brückele (soweit alles mit SüdtirolPass / Gästekarten kostenfrei nutzbar)., Ab Brückele mit dem Bus Shuttle zur Plätzwiese (Einzelfahrt ab 12 Jahren; 5€). Zwar umständlicher durch häufiges Umsteigen, jedoch mit guten Anschlusszeiten.

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