Schöttelkarspitze (2050 m) & Soiernseen

Unsere heutige Tagestour führt uns in das bayrische Karwendel, genau genommen in den sympathischen Ort Krün. Von der Isarbrücke aus wandern wir heute in die Soierngruppe, vorbei an der Fischbachalm, den Soiernseen sowie dem Soiernhaus. Sodann erreichen wir unser heutiges Highlight: die 2050 Meter hoch gelegene Schöttelkarspitze mit tollen Aussichten auf die Soiernseen, Krün und Mittenwald bis hin zum Zugspitzmassiv. 

Wir starten an der Isarbrücke nach links auf den Weg 364 Richtung Fischbachalm.

Die heutige Tour ist ebenfalls in entgegengesetzter Richtung begehbar. Hierzu einfach den rechten Weg mit der Nr 351 folgen.

Wir wandern Richtung Fischbachalm und laufen dazu erstmal durch den Wald, zunächst sehr flach, später zunehmend steiler ansteigend auf 1402 m. Unterwegs steht zudem eine Wetterschutzhütte bereit.

Nach ungefähr 2 Stunden erreichen wir die Fischbachalm, die zum Zeitpunkt unserer Tour bereits in den Winterschlaf versetzt war. 

Die Fischbachalm auf 1402 m

Von hier aus gibt es nun zwei Möglichkeiten zu den Soiernseen zu gelangen: zum einen der breite Wanderweg, welcher zunächst abfallend, später steil ansteigend in etwa 1,5 Stunden zum Soiernhaus führt. Wir folgen jedoch dem Lakaiensteig (Weg Nr. 355), der sich sehr schnell als schmaler Wanderpfad herausstellt. Wer nicht sonderlich trittsicher oder schwindelfrei ist, sollte von der Fischbachalm an besser den breiteren Wanderweg Nr. 364 folgen. 

Blick auf die Soierngruppe

Der Lakaiensteig verläuft meist in einem stetigen auf und ab, teilweise nah am Abgrund und stellenweise ausgesetzt entlang des Ochsenstaffels und des Schöttelkopfes. 

Es lohnt sich gelegentlich mal nach links zu schauen. Es öffnet sich ein großartiger Blick ins Fischbachtal.

Blick ins Fischbachtal

Nach ungefähr einer Stunde treffen wir wieder auf den Normalweg und haben zum ersten Mal den Soiernsee vor uns. Somit befinden wir uns unmittelbar vor dem Soiernkessel. 

Wir erreich sodann das Soiernhaus. Hier lohnt sich eine Einkehr besonders. Neben dem freundlichen Hüttenwirt gibt es köstliche Speisen und eine tolle Aussicht auf die Soierngruppe. 

Nach einer Stärkung machen wir uns auf den finalen Anstieg auf die Schöttelkarspitze. Ungefähr eine Stunde sollte man von hier aus einplanen. Der Weg beginnt direkt hinter der Hütte und ist ausgeschildert. Die letzten ca. 400 Höhenmeter bis zum Gipfelkreuz verlaufen meist in Serpentinen stetig aufsteigend. Zum Gipfelaufbau ist Schwindelfreiheit gefragt. Ebenfalls ist der ein oder andere Einsatz der Hände notwendig. 

Oben angekommen, hat man es geschafft. Ein traumhaftes 360° Panorama steht dem Wanderer offen. Wir können zum einem auf den Soiernkessel mit den grünfunkelnden Soiernseen schauen, weiter hinten ragen bekannte Gipfel des Karwendels in die Höhe. Zum anderen haben wir eine tolle Aussicht auf die “Alpenwelt Karwendel” mit den Orten Mittenwald, Krün und Wallgau. Hinter Mittenwald ist bereits Leutasch bei Seefeld in Tirol zu sehen. Besonders beeindruckend ist die gegenüberliegende Bergkette des Wettersteingebierges mit ihrem thronenden Abschluss der Zugspitze (2962 m).

Die Soiernseen im Soiernkessel

Leider war es am heutigen Tag sehr windig und eine Regenfront stand kurz bevor. So konnten wir nach kurzer Rast den Abstieg antreten. Wenige Meter unterhalb des Gipfels zweigt der Weg ab. Wir folgen diesmal dem Weg nach Krün über den Seinskopf. 

Blick zurück auf die Schöttelkarspitze

Der Weg verläuft nun zum Teil über Geröll, einem brüchigen Gratverlauf und einer engen Scharte hinauf. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind hier nochmals von Nöten. Drahtseile bieten zusätzlichen Sicherheit. Nachdem wir die Scharte am Felderkreuz sowie die Schafkehre passiert haben, steigen wir stetig weiter ab, teilweise über gerölligen Untergrund bis zur Abzweigung zum Seinskopf Gipfel.

Blick Richtung Seinskopf ( 1961 m)

Wir lassen den Gipfel des Seinskopfs links liegen und steigen stetig weiter ab Richtung Krün. Schon bald erreichen wir die ersten Latschen.

Blick Richtung Mittenwald und Tirol

Ein sich langziehender Abstieg durch den Wald führt mittelbar vorbei an der Hüttlebachklamm und weiter auf den breiten Fahrweg nach Krün zur Isarbrücke. Eine schöne, aussichtsreiche und genussvolle Wanderung nimmt so ihr Ende. 

Fakten & Daten

Dauer der Tour: ca. 6 Stunden (in Bewegung); Insgesamt 8 Stunden inkl aller Pausen

Länge: ca. 20,1 KM

Datum meiner Tour: 06.10.2020

Höhenmeter:. 1289 Hm

Schwierigkeit: einfach bis mittelschwere Tour, teilweise ausgesetzt. Tritt- und Schwindelfreiheit erforderlich. Ebenfalls gute Kondition erforderlich (Dauer der Tour). Ich empfehle für den langen Abstieg Stöcke. Knöchelhohe Wanderschuhe obligatorisch.

Anreise

Mit dem Auto: von Garmisch – Patenkirchen aus kommend über die B2 bis Ausfahrt Krün. Aus Innsbruck / Mittenwald kommend ebenfalls über die B2 bis Ausfahrt Krün. Nun bis zum Ortskern fahren. Von Kochel aus kommend über die Bundesstraße 11 bis zum Ortskern Krün. Vom Ortskern (St. Sebastian Kirche) aus abbiegen auf Fischbachalmstraße, 300 m hinter der Kanalquerung links auf den Griesweg. Nach wenigen Metern ist der Wanderparkplatz erreicht. 

Mit der Bahn: aus München bzw. Innsbruck kommend bis Bahnhof Kleis. Von dort mit dem Bus bis Krün Ortsmitte. Von dort ca. 5 Minuten Fussweg zur Isarbrücke. 

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