Peitlerkofel Umrundung in den Dolomiten

Peitlerkofel vom Würzjoch

Der Peitlerkofel ist mit seinen 2875 m der höchste Berg der Peitlerkofelgruppe in den Dolomiten in Südtirol. Unsere heutige Wanderung beginnt am Parkplatz an der Bushaltestelle Gunggan, etwa 3,5 km vor dem großen Parkplatz am Würzjoch (Passo delle Erbe) im ladinischen St. Martin in Thurn (San Martino in Badia). Am großen Parkplatz am Würzjoch selbst haben wir leider keinen Platz mehr bekommen.

Wir empfehlen – insbesondere im August – sehr früh hier zu sein, da die Tour bei Wanderern zurecht sehr beliebt ist. Man kann die Tour sowohl im Uhrzeigersinn als auch – wie von uns begangen und hier beschrieben – entgegen des Uhrzeigersinns laufen.

Vom Parkplatz Gunggan aus startet der Weg Nr. 4 unmittelbar an der Straßenkehre entlang des Bachs in Richtung Peitlerscharte. Der Weg steigt zunächst langsam, später steiler durch Latschenkieferbestände an. Nach einer guten halben Stunde erreicht man den Wegweiser sowie den Rundweg um den Peitlerkofel.

Wegweiser am Fuße der Peitlerscharte

Wir wandern auf dem Weg 4 weiter zur Peitlerscharte (ladinisch: Forc de Pütia). Die ca. 250 Hm Aufstieg haben es in sich, dennoch ist der Weg für trittsichere Wanderer gut begehbar.

Peitlerscharte

Oben angekommen haben wir einen wundervollen Panoramablick auf die Zentralalpen und die Dolomiten. Von hier aus kann man den Aufstieg zum Gipfel des Peitlerkofels antreten (Weg Nr. 4B, ca. 500 Hm). Diesen mussten wir leider auslassen, da für den Nachmittag Niederschläge angekündigt waren. Zudem kann man von der Peitlerscharte zur Schlüter Hütte über den Weg Nr. 4 (Dolomiten Höhenweg Nr. 2) wandern und befindet sich mitten im Naturpark Puez – Geisler. Von dort hat man die gigantischen Geislerwände unmittelbar vor sich.

Blick von der Peitlerscharte (2357 m) Richtung Dolomiten

Wir wandern den Peitlerkofel Rundweg runter über den Weg Nr. 4B ins Gadertal (Alta Badia). Spätestens ab hier sind die Schilder und Wegweiser zumeist auf ladinisch gehalten. Aus Hütte bzw. Refugio wird Ütia. Es folgt ein recht angenehmer Abstieg, der nach kurzer Zeit an einer Wegkreuzung mündet. Hier links halten wir auf dem Almweg Nummer 35. Nun bekommt das Auge ein weites Dolomiten-Panorama zu sehen. Vor uns befinden sich weitläufige Almwiesen mit einem traumhaften Weitblick über die Heiligkreuzkofel- Gruppe bis hin zum Nationalpark Fanes Sennes Prags im Horizont. Hinter uns die Geislerspitzen. Genusswandern pur! 

Tipp: Zum Gipfel des Pleiterkofels sind es „nur“ noch ca. 500 Hm und einen leichten Klettersteig, der zu überwinden gilt.

Wir folgen dem gut ausgebauten Wanderweg über die Peitlerwiesen und halten Kurs auf die Ütia Vaciara (Einkehrmöglichkeit). Kurze Zeit später erreichen wir bereits das Göma Joch auf 2111 m und im Anschluss die nächste Einkehrmöglichkeit, die Ütia de Göma (2030 m).

Blick über die Peilerwiesen in die Dolomiten

Von der Ütia de Goma ist der Parkplatz am Würzjoch bereits sichtbar, der Weg dorthin jedoch noch nicht. Weiter wandern wir durch Geröllrinnen und felsige Hindernisse bis zur Einkehrmöglichkeit Munt de Fornella bzw Fornella Alm direkt unterhalb des Peitlerkofels.

Fornella Alm unterhalb des Peitlerkofels

Für diejenigen, die am Würzjoch (Passo del Erbe) bzw. Ütia de Börz gestartet sind, geht der Weg hier über einen breiten Almweg zum Ziel zurück. Für uns geht es über den Rundwanderweg weiter zur Gabelung am Fuße der Peitlerscharte und von dort aus zum Parkplatz Gunggan.

Kleiner Tipp: Wer an der Fornella Alm müde Beine hat, kann den kurzen Weg zum Würzjoch laufen und mit dem Bus zum Parkplatz Gunggan fahren. Aber Achtung: der Bus fährt nicht oft!

Fakten & Daten

Dauer der Tour: ca. 4,5 Stunden

Länge: ca. 13 KM

Datum meiner Tour: 27.08.2020

Höhenmeter: ca. 650 Hm (ohne Gipfelbesteigung)

Anreise

Mit dem Auto: Von der Brennerautobahn A22 Abfahrt Klausen – Gröden kommend über die Strada Provinciale 141 Richtung Villnöß. In St. Peter auf SP 163 Coller Straße wechseln Richtung Würzjoch bis Parkplatz Günggan (alternativ am Würzjoch / Ütia de Börz)

Mit dem Bus: Bus zur Haltestelle Gunggan

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